Europas Gravity-Landschaft wächst weiter – leise, aber spürbar.
Veröffentlicht von den Radical Life Studios / MTB Report
2026 startet mit einer Bikepark-Landschaft, die keine großen Schlagzeilen liefert, aber dennoch deutliche Entwicklungsschritte zeigt. Nach Jahren der Marktunsicherheit investieren viele Regionen wieder – nicht unbedingt mit spektakulären Neubauten, sondern mit durchdachten Erweiterungen, besserer Infrastruktur und legalen Trailprojekten, die endlich Fahrt aufnehmen. Die Art, wie Parks in Europa wachsen, verändert sich: weniger Show, mehr Substanz.
Österreich bleibt auch dieses Jahr das Stabilitätszentrum der Szene. Saalbach, Leogang und Schladming gehen mit modernisierten Lines, neuem Drainagebau und überarbeiteten Anliegern in die Saison. Vieles davon ist für den Besucher unsichtbar – bis man im Frühjahr merkt, wie gut die Strecken den Winter überstanden haben. Besonders spannend ist der Ausbau der Wexl Trails, die mit längeren Flowsektionen und einer verbesserten Anbindung zunehmend zu einer Destination werden, die mehr als nur einen Tagesbesuch rechtfertigt.
Deutschland hingegen wächst verhaltener, aber strategischer. Der Schwarzwald bringt mehrere legale Trailprojekte über die Linie, und das in enger Zusammenarbeit mit Gemeinden und Forstbehörden. Winterberg arbeitet im Hintergrund an neuen Enduro-Varianten oberhalb des bestehenden Parknetzes, während im Allgäu ein privates Parkprojekt erstmals konkrete Testabschnitte freigibt. Deutschland baut langsamer aus – aber dafür mit mehr Planungssicherheit als noch vor wenigen Jahren.
Auch die Schweiz setzt nicht auf Expansion, sondern auf Modernisierung. Flims–Laax hat mehrere Linien komplett überarbeitet, während Davos den Fokus stärker auf Erosionsschutz und technische Wartung legt. Das Ziel ist klar: mehr Qualität, weniger Schlagzeilen, dafür eine höhere Zuverlässigkeit über die gesamte Saison.
Italien hingegen baut an seiner Rolle als Enduro-Hotspot. In Südtirol entsteht 2026 ein offizielles Trailnetz, das natürliche Linien mit einzelnen Liftzugängen verbindet und die zersplitterte Trailstruktur der letzten Jahre erstmals bündelt. Val di Sole verbessert seine Lift- und Trail-Infrastruktur und positioniert sich stärker als vielseitige Destination – nicht nur als Rennort.
Besonders dynamisch bleibt Osteuropa. Slowenien entwickelt seine Projekte rund um Cerkno und Krvavec weiter, während in der Slowakei und in Tschechien zwei neue Liftprojekte in die Testphase gehen. Die Kombination aus günstigeren Betriebskosten, wachsender Community und vergleichsweise schnellen Genehmigungen macht diese Regionen zu einem ernsthaften Zukunftsfeld der europäischen Gravity-Szene.
2026 wird kein Jahr der ganz großen Enthüllungen – aber eines, das die Basis für die kommenden Jahre legt. Viele Parks investieren wieder kontinuierlich. Regionen, die lange zurücklagen, schließen auf. Und die Trailvielfalt wächst dort, wo sie niemand wirklich auf dem Zettel hatte.
Am Ende bedeutet das für die Fahrer: mehr Auswahl, mehr moderne Strecken, mehr legale Projekte – und mehr Gründe, 2026 den Europa-Trip so offen wie möglich zu planen.
Links & Quellen
Österreich und Wexl Trails
https://wexltrails.at/
https://www.saalbach.com/de
https://www.lenkdahoam.at/bikepark-schladming
Deutschland
Schwarzwald Trailprojekte (Presse & Verbände):
https://www.schwarzwald-tourismus.info/
Winterberg Park Updates:
https://www.bikepark-winterberg.de/
Schweiz
Flims–Laax Bike News:
https://www.flims.com/de/mountainbike
Davos Trailmaintenance & News:
https://www.davos.ch/de/sport/bike/
Italien
Südtirol offizielle Trailprojekte:
https://www.suedtirol.info/de/erleben/sommer/mountainbike
Val di Sole Bikepark Infos:
https://www.visitvaldisole.it/de/bike-park
Osteuropa
Krvavec Bikepark:
https://www.rtc-krvavec.si/en/bike-park
Cerkno MTB-Projekte:
https://www.visitcerkno.si/
Tschechien MTB & Bikeparkentwicklung:
https://www.czech-mtb.cz/
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